Postbahnhof schafft nötigen Spielraum für S-Bahn Münsterland

Neugestaltung Berliner Platz: Bedeutung des Postbahnhofs für die S-Bahn Münsterland

Münster baut um – und stellt damit auch die Weichen für die Mobilität von morgen: Am westlichen Rand des Hauptbahnhofs, rund um den Berliner Platz, entsteht ein neues Quartier. Es soll Platz schaffen für moderne Behörden, die Sicherheit erhöhen und die Verkehrsinfrastruktur stärken. Eine zentrale Maßnahme ist die Reaktivierung des ehemaligen Postbahnhofs im Westen, der künftig eine wichtige Rolle für die S-Bahn Münsterland spielen soll.

Der Berliner Platz wird in den kommenden Jahren grundlegend umgestaltet. Das ehemalige Postgebäude sowie das leerstehende Sparda-Bank-Gebäude werden abgerissen. An ihrer Stelle entstehen Neubauten, darunter eine Polizeiwache sowie ein Standort für städtische Ordnung- und Verkehrsdienste. Ziel ist es, die Sicherheit, Ordnung und Aufenthaltsqualität in einem bislang als Kriminalitätsschwerpunkt geltenden Umfeld deutlich zu verbessern.

Bedeutung für die künftige S-Bahn Münsterland

Ein weiterer Schritt ist die Reaktivierung des sogenannten „Postbahnhofs“. Der Bau zusätzlicher Bahnsteige ist ein wichtiger Baustein für die künftige S-Bahn Münsterland. In Zukunft könnten hier Züge der Linie S3 fahren – eine konkrete Linienzuordnung gibt es im neuen Mobilitätskonzept noch nicht.

Klar ist aber bereits jetzt: Der Ausbau entlastet den Münsteraner Hauptbahnhof mit seinen über 60.000 Reisenden am Tag deutlich. Er erhöht die Stabilität im Betrieb und macht den Bahnhof leistungsfähiger. Zudem soll das Gleis barrierefrei erreichbar sein über eine geplante Freitreppe vom Berliner Platz und den Hamburger Tunnel.

Wie läuft der Ausbau ab?

Die Umsetzung des Projekts erfolgt in drei Stufen:

  • Stufe 1: Entlang des Berliner Platzes entstehen neue Gebäude. Gleichzeitig wird der Zugang zu den westlichen Gleisanlagen vorbereitet – mit einer Freitreppe vom Berliner Platz sowie einem neuen Anschluss an den Hamburger Tunnel.
  • Stufe 2: Die ehemaligen Postbahngleise werden reaktiviert. Parallel entstehen barrierefreie Zugänge zu den Bahnsteigen an Gleis 2 und 3 über den Hamburger Tunnel.
  • Stufe 3: Weitere Bahnsteige sollen künftig barrierefrei über den Hamburger Tunnel erreichbar sein.

Wer ist beteiligt?

An der Entwicklung des neuen Bahnhofsquartiers rund um den Berliner Platz sind mehrere Partner beteiligt. Die Stadt Münster verantwortet die städtebauliche Planung und Gestaltung des Quartiers. Die Deutsche Bahn plant die erforderlichen bahntechnischen Anlagen. Der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) kümmert sich um die Anbindung an den Schienenpersonennahverkehr und Finanzierungsbeiträge von Fördermittelgebern – unter anderem für den barrierefreien Ausbau der Zugänge, die Ertüchtigung der Gleisanlagen sowie den Ausbau der Leit- und Sicherungstechnik.

Fazit: Stadtentwicklung trifft Schienenverkehr

Der Umbau rund um den Berliner Platz ist mehr als „nur“ ein Bauprojekt – er verbindet moderne Stadtentwicklung mit zukunftsgerechter Mobilität.

Die S-Bahn Münsterland und ihre Fahrgäste profitieren von zusätzlichen Gleisen, stabileren Betriebsabläufen und einem leistungsfähigeren Bahnhof. Münster gewinnt gleichzeitig ein sichereres, attraktiveres Bahnhofsumfeld – und stärkt damit seine Rolle als zentraler Verkehrsknoten und urbanes Zentrum der Region.

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